Pierre Crozat PhD

KONSTRUKTIVE SYSTEM DER PYRAMIDEN

DAS GENIE DER PYRAMIDEN
VON ÄEGYPTEN

Erster Teil:
VORSTUDIEN 1990-97

  1. Lebenslauf Architekt-Urbanist EPFL
  2. 1996 - Pyramiden-Konstruktionssystem
  3. 1996 - Pyramidenanstieg: Simulation
  4. 1997 - Allgemeine Darstellung:
    1. Zusammenfassung
    2. Einleitung
    3. Eine Wissenschaftliche, Technische und Operative Untersuchung
    4. Die Methode des Pyramidalen Anwachsens
    5. Herodot hatte recht
    6. Herkunft der Werkstoffe
    7. Technisches Kontinuum
    8. Schluss

Folgende Teile

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DIE METHODE DES PYRAMIDALEN ANWACHSENS

Als erstes muss man die Kalkstein-Blöcke (im Durchschnitt 2,5 t), die das Mauerwerk des Pyramiden-Rohbaus bilden, und die 52 Granit-Monolithen (im Durchschnitt 30 t), die die Königskammer abdecken, unterscheiden. Logischerweise kann für diese zwei Blockarten nicht dieselbe Transport- und Hebe-Technik verwendet werden :

Die Baumethode ist ein wirkliches „konstruktives System”, das „Methode des pyramidalen Anwachsens” genannt wird und darauf beruht :


Einen Block hochheben und ihn dann auf zwei andere Blöcke setzen, stellt einen Algorithmus (von Crozat) dar

Diese Methode kann, heute so gut wie gestern, mit mehr oder weniger standardisierten Elementen leicht modellisiert werden: Ziegelsteine, Würfelzucker - sie ist tatsächlich aus solchen Modellversuchen hervorgegangen - die Grund-Bewegung stellt einen Algorithmus dar. Dieses Modell, das „nur eine Pyramide generiert”, ist außerdem interaktiv und vorhersagend.


Modellisierung der pyramidalen Anwachs-Methode durch aufeinander-folgende Mäntel, von einem elementaren Pyramidion (4+1) im Zentrum der Basis ausgehend, eine Seite nach der anderen, einen Block nach dem anderen, dem Algorithmus folgend

Infografik Animation der „Pyramidalen Anwachs-Methode” von Fabien PASIELSKY (2002)

Das Modell ist interaktiv :

das Verfahren erlaubt es, gleichzeitig mit dem Bau der Pyramide, alle inneren Einrichtungen der Kheops Pyramide durchzuführen : Kammern, Korridore (horizontal, auf- und abwärts führend), die Grosse Galerie und die Lüftungsgänge, ihre Formen und Lage folgen dem System.


Durch die Vorwegnahme des Baus auf einer Seite kann man eine Serie von schiefen Ebenen, einen Korridor, eine Kammer fertigen, die sich dann durch die Weiterführung des Baus auf den vier Seiten im Inneren der Pyramide befinde

durch die Vorwegnahme der Konstruktion auf der Nordseite schafft man eine schiefe Ebene und eine ganze Serie von parallelen und übereinander iegenden, schiefen Ebenen, in denen man, im richtigen Moment, einen Korridor und/oder eine Galerie aussparen kann.
Die Granit- und die Kalkstein-Monolithe der Königskammer werden dann durch eine Gleitbewegung bei offenem Himmel auf diesen schiefen Ebenen hochgezogen, der aufsteigende Korridor und die Grosse Galerie sind die archäologischen Beweise dafür.


Die Serie von schiefen Ebenen erlaubt es, durch eine Gleitbewegung alle Monolithe (30 t. im Durchschnitt) der Königskammer, den Entlast- ungsbogen, der die letzt mögliche schiefe Ebene vom Fuß der Pyramide ausgehend, darstellt
 
1 - Eingang
2 - abwärtsführende Korridor
3 - unterirdische Kammer
4 - aufsteigender Korridor
5 - Weitungsschacht
6 - Königinnenkammer
7 - Grosse Galerie
8 - Vorzimmer der Fallgatter
9 - Königskammer
10 - Überhöhung und Entlastung

die Grosse Galerie in ihrer Seitenansicht : zentrale Gleitbahn und seitliche Bankette, der ganzen Länge nach regelmäßig angeordnete Nuten, die eine „Zahnstange” bilden, und die 5 oder 6 späteren Pfropfenblöcke aus Granit [9]; die zusammen (5 jeder 6 Tonnen schwer) als Gegengewich dienen, muss als ein „außergewöhnlicher schräger Fahrstuhl” verstanden werden, der es erlaubt hat, - durch das Kräfte-Gleichgewicht - alle Monolithe, die die Königskammer bilden, sowie die Entlastungsbogen hochzuziehen.


Ein außergewöhnlicher schräger Fahrstuhl mit Zahnstange und Gegengewichten (Pfropfenblöcke)

diese Granit- Monolithe [10] bilden ein Erhöhungs-System um den Entlastungsbogen aus Kalkstein (der von der Verdichtung beansprucht wird in die richtige Höhe zu bringen, damit die Abwärtsbewegung der Last nicht ins Leere der Grossen Galerie stößt und damit das Gleichgewicht und die Dauerhaftigkeit dieser Vorrichtung in Gefahr bringt [11].

alle diese Vorrichtungen werden dann durch die Weiterführung der Konstruktion auf den vier Seiten in die Pyramide eingeschlossen.


Das Modell ist voraus berechenbar und überprüfbar, es verlangt, dass :


Optische Wiedergabe der abgetragenen Spitze von Kheops sowie Auslegung des Autors - eine Farbe pro Seite

Schließlich wird die Pyramide mit einem letzten Mantel verkleidet, der auf die gleiche Art und Weise aus feinem Kalkstein, Granit oder einem Stein mit derselben Herkunft angebracht wird und, indem die Stufennasen der Lagen abgeschlägen wird, „die Pyramide wird dann von der Spitze an vollendet” - nach Herodot - da dieses rückwärts durchgeführte Abschleifen, von oben nach unten, alle Überlagerungen auf denen das Dreibein steht, verschwinden lässt. Danach ist es unmöglich, noch irgendeinen Block an dem Gebäude anzubringen.


Mykerinos, der letzte „abgeschliffene” Mantel aus Granit